Wissenswertes

Den geeigneten Bau- und Anstrichstoffe zu finden ist (k)eine leichte Aufgabe.
Eine erste Orientierung bieten wir Ihnen hier:
 

Was macht einen guten Sumpfkalk aus:

Die Reinheit des Kalkgesteins, ein Weichbrand (850-900° C) mit schwefelfreien Brennstoffen, das Nasslöschverfahren sowie die lange Einsumpfzeit sind die Grundlagen eines hochwertigen, fertig gelöschten und ergiebigen Kalkteiges. Es bilden sich dabei große "Kristallplättchen" mit hoher Bindekraft und Lichtreflektion.

 

Anwendungsbereiche:

Bis zu Beginn der 70er Jahre des vorigen Jahrhunderts verwendete man Sumpfkalk, der sich bereits seit Generationen bewährt hatte, zur Herstellung von Mörtel, Putzen und Maueranstrichen. In der Folgezeit wurden Baumethoden und Baustoffe entwickelt, die ein schnelleres und rationelleres Bauen ermöglichten. Die natürlichen Baustoffe wurden vielfach durch chemische Zusätze und synthetische Materialien ersetzt. Man beachtete weder die Auswirkungen der neuen Baustoffe auf das Wohlbefinden der Bewohner, noch den oftmals kurzen Lebenszyklus der Produkte.Heute warnen Baubbiologen vor Gesundheitsschäden, die durch manche Baustoffe oder Baustoffkombinationen verursacht werden können.

 

Neben den klassischen Anwendungen für direkt auf der Baustelle gemischte Putz- und Mauermörtel wird Sumpfkalk auch zur Erzeugung von Kalkfarben, Spachtelmassen, Glätten und Kalktünchen verwendet. 

 

Kalkmörtel zum Mauern zeichnet sich durch seine Geschmeidigkeit, sowie seine leichte Verarbeitung aus und sorgt für ein spannungsfreies Mauerwerk. Sumpfkalkspachtelmassen eignen sich besonders als Feinputz oder zur Egalisierung von Unebenheiten als Grundspachtelmasse für Mischuntergründe. Eine Endbeschichtung mit Kalkfarben schützt nicht nur den Putz und das darunterliegende Mauerwerk, sondern sorgt zudem auch für ein gesundes Wohnraumklima durch seine Feuchtigkeitsregulierung und Atmungsaktivität.

Immer größer wird der Wunsch von Bauherren und Wohnungseigentümern, baubiologisch und bauphysikalisch "richtige" Produkte zu verwenden. KALKPRODUKTE sorgen für ein gesundes Raumklima und tragen zum Erhalt der Bausubstanz bei, besonders der Farbuntergründe (Putz) im Innen- und Außenbereich. Bei der traditionellen Bauweise im Neubau und bei der Renovierung und Sanierung von Altbauten, trägt gerade Sumpfkalk nicht nur zu einer wesentlich höheren Langlebigkeit als Baustoff bei, sondern auch zu einer verbesserten Wohnqualität.
Sumpfkalkanstriche lassen Wasser ungehindert passieren und das Mauerwerk kann schneller austrocknen.

Sumpfkalk wird bei der Sanierung historischer Bauwerke von vielen Denkmalämtern vorgeschrieben.

 

Weitere wichtige Kriterien für die Anwendung von Sumpfkalk:

Die Reste sind kompostierbar.

Nach der Verarbeitung ist das Werkzeug einfach mit Wasser zu reinigen.

 

Sumpfkalk ist baubiologisch absolut unbedenklich und daher sehr empfehlenswert.

 

Qualitätsbeschreibung Kalkanstriche:

Kalkanstriche sind auf Luftkalkputzen eine sehr gute Lösung. Sie lassen Wasserdampf ungehindert passieren, halten den Altputz gesund und neuer Kalkmörtel kann gut versteinern (carbonatisieren). Sie gehen eine homogene Verbindung mit dem Untergrund ein, carbonatisieren und werden dadurch wasserunlöslich.

Im häufig vorgebrachten Argument über eine geringe chemische Beständigkeit, liegt eigentlich der große Vorteil von Kalkanstrichen darin, dass sie die Säurebelastung im Niederschlag schon an der Oberfläche neutralisieren und so die zerstörende Wirkung von Putz- und Mauerwerk fernhalten.
Fachleute sprechen daher von einer so genannten "Opferschicht". Kalkanstriche bauen aus diesem Grund gegenüber Dispersions- oder Silikatanstrichen schneller ab, bringen aber auch nach mehrmaligen Anstrichen keine Oberflächenspannungen und Versiegelungen.
Kalkanstriche laden sich statisch nicht auf und dadurch bleibt die Oberfläche wesentlich länger sauber.

 

Im Gegensatz zu filmbildenden Farben wie Dispersions-, Leim-, Acryl- oder Dispersionssilikatfarben, bleibt der niedere Sd-Wert der Dampfdiffusionsoffenheit (Atmungsaktivität) bei Kalkanstrichen erhalten. Das wolkige Erscheinungsbild, speziell bei hohen Pigmentanteilen, ist typisch für Kalkfassaden und sollte vor der Verarbeitung besprochen werden. 

Für einen hochwertigen Kalkanstrich sollten mehrere dünne Schichten aufgetragen werden - er ist daher etwas arbeitsintensiver.

 

Einsumpfzeit:

Für hochwertige Putz- und Mörtelherstellung mit Sumpfkalk:

Mindestens 3 Monate

 

Für Schlämmen und reine Kalkanstriche:
Sumpfkalk 1 bis 3 Jahre abgelagert

 

Für Freskomalerei - höchste Anforderungen:

Sumpfkalk 6 Jahre abgelagert

 

Kalk ist mehr als weiss

 

Der Kalkkreislauf:

KalkkreislaufDie Verwendung von Sumpfkalk als Baustoff, bewährt sich schon seit mehreren hundert Jahren und beweist sich gerade wieder in der heutigen Zeit durch seine Langlebigkeit, Wirtschaftlichkeit und Bauökologie. Wir alle sind der Nachhaltigkeit verpflichtet und daher ist es heute mehr denn je wichtig, ein Produkt zu wählen, welches unsere -uns zur Verfügung stehenden Ressourcen- sowohl bei der Gewinnung, als auch in der Produktion schont. Von der Gewinnung des Kalksteins bis zur Anwendung unterliegt der Sumpfkalk einem einzigartigen Kreislauf.

 

Kalkstein wird

  • gewonnen

  • gebrannt

  • gelöscht

  • verarbeitet, um sich schließlich wieder in Kalkstein umzuwandeln.

 

Der Kalkkreislauf verdeutlicht wie Calciumcarbonat (Kalkstein) in Calciumhydroxid (Sumpfkalk) umgewandelt werden kann um schließlich wieder zu Calciumcarbonat zu werden.

Im "Ersten Schritt" wird Kalkstein CaCo3  (Calciumcarbonat) gewonnen, welcher zu über 95 % aus den Urstoffen Calcium, Kohlenstoff und Sauerstoff besteht.
Im "Zweiten Schritt" wird der gebrochene Stein in einem so genannten Weichbrand in einem Kalkofen bis zu 900°C gebrannt. Während des Brennens entweicht Kohlenstoffdioxid und lässt das Endprodukt Branntkalk entstehen.
Da der Branntkalk nun sehr wasserbegierig ist, wird er mit reinem Wasser unter ständigem Rühren gelöscht bis eine so genannte Kalkmilch Ca(OH)2 entsteht.  Bei diesem Prozess dehnt sich der Kalk auf das Zwei- bis Dreifache aus und beginnt zu kochen.
Diese nun gewonnene Kalkmilch wird in Lagerstätten gepumpt um dort zu reifen. Es entsteht Sumpfkalk.
Die Lagerung in unserem Haus beträgt mindestens 3 Monate für die Herstellung von Mörtel, bzw. 1 bis 6 Jahre für höhere Anforderungen. Durch diese Lagerung dickt der Kalk ein und wird feiner. Somit besitzt beispielsweise ein alter Kalk eine höhere Deckkraft als ein junger.
Im nächsten Schritt können nun -je nach Verwendungszweck- dem Sumpfkalk verschiedene Zuschlagstoffe beigegeben werden, oder man verwendet Ihn als lasierenden Anstrich, bei dem lediglich reines Wasser beigegeben wird. (Erfahren Sie Näheres unter dem Punkt Malerkalk)
Nachdem der Sumpfkalk auf der Baustelle verarbeitet wurde, nimmt der er das -zuvor beim Brennen entwichene- Kohlenstoffdioxid wieder auf und härtet aus. Sumpfkalk ist daher ein so genannter Luftmörtel. Schließlich gelangen wir wieder zum Ausgangsmaterial Calciumcarbonat.

 

Welche Vorteile bringen Ihnen unsere Produkte?

Dullinger Kalkanstriche sind atmungsaktiv, feuchtigkeitsregulierend, wirken antibakteriell und sind daher besonders geeignet, Schimmelbildung auf belasteten Untergründen und Räumen enorm zu vermindern oder erst gar nicht entstehen zu lassen. Ein weiterer großer Vorteil der Kalkfarben ist ihre BAUBIOLOGISCHE Unbedenklichkeit. Kalkfarben sorgen für ein besseres Wohnklima.

 

Kalk:

Sumpfkalk als Bindemittel wird schon seit alters her als Baumaterial verwendet. Bereits aus dem dritten Jahrtausend vor Christus sind Kalköfen zur Herstellung von Brandkalk bekannt. Schon die Römer wussten um die Vorteile von Kalk in Verbindung mit „Puzzuolane“ zur Fertigung der Aquädukte.

Alle noch erhaltenen Bilder der großen Meister sind in Freskomalerei gefertigt, eine Maltechnik ganz auf Kalkbasis. Unsere gesamten Bauwerke wären ohne Kalk nicht möglich und wurden mit Kalk gestaltet.

Sumpfkalk ein historisches Material mit modernen Eigenschaften:

Sumpfkalkmörtel besitzt eine niedrige Druckfestigkeit welche den Vorteil bringt, Spannungen in der Putzschale durch Schwinden, oder durch hygrische und thermische Belastungen entstehen, durch sogenannte Relaxation gut abbauen zu können. Man spricht von einer spannungsarmen Verfestigung.

Die dritte Haut des Menschen darf ihn nicht beeinträchtigen! Kalkputze gewährleisten ein angenehmes Wohnklima das nicht krank macht. Die Rezeptierung und die verwendeten Zutaten spielen dabei eine große Rolle. Chemische oder sensorisch bedeutsame Emissionen sind beim Sumpfkalkputz praktisch auszuschließen! Mit Sumpfkalk lässt sich ein fettiger, dicker, gut formbarer und leicht zu verarbeitender Mörtel herstellen. Der Verarbeiter neigt dazu, häufig Zement zu verwenden, obwohl in den meisten Fällen der Gebrauch von Sumpfkalk vorteilhafter wäre oder wenigstens eine Mischung aus einer geringen Menge Zement und Sumpfkalk.

Der Rohstoff Kalk ist allgegenwärtig und aus unserem Leben nicht mehr wegzudenken.

 

Kalk und dessen vielseitige Einsatzmöglichkeiten:

Je nach ihren Eigenschaften und mineralogischen Zusammensetzung sind Kalksteine äußerst vielseitig verwendbar.

Vor allem sehr dichte Kalksteine werden als leicht zu bearbeitende Naturwerksteine verwendet.

Für die Baustoffindustrie ist Kalkstein einer der wichtigsten Rohstoffe. Dafür wird er in Kalkwerken aufbereitet und zu Branntkalk umgesetzt. Je nach Lagerstätte hat der Kalkstein beim Brennen ein unterschiedliches Verhalten hinsichtlich der Kinetik, des Energieverbrauchs und der entstehenden Branntkalkqualität. Diese Rohstoffqualität des Branntkalkes ist maßgeblich für die spätere Baukalkqualität. Für unseren Sumpfkalk wird ein hochreiner Kalkstein verwendet, was sich nicht nur in der hochweissen Farbe präsentiert sondern auch in der Verarbeitbarkeit bemerkbar macht.

Kalkstein wird auch gemahlen und mit tonigen Materialien vermischt zu Zement gebrannt, welcher das Bindemittel für die Herstellung von Beton (Gemisch aus Zement, Wasser und Zuschlagstoffen wie Sand und Kies) darstellt. Auch in der Glasindustrie findet Kalkstein seinen Einsatz da es Calcium in die Glasschmelze einbringt.

Als Karbonat dient Kalkstein unter anderem der Rauchgasentschwefelung. Fein gemahlener Kalkstein wird in der Land- und Wasserwirtschaft gegen die Versauerung von Boden und Gewässer benutzt. Die Kalziumverbindung findet als Zuschlag in der Glasindustrie und zur Schlackebildung in der Hüttenindustrie Verwendung.

Auf Grund der mineralischen Zusammensetzung wird Kalkstein auch als Düngemittel oder in der Erzeugung von Futtermitteln eingesetzt.

Sehr reine Kalksteine (Weißkalk) sind Rohstoff für die chemische Industrie oder kommen eben auch bei unseren Sumpfkalken durch deren hervorragenden Eigenschaften zum Einsatz.

Poröse Kalksteine, vor allem die Fossilkalke, sind eines der wichtigsten Speichergesteine für Erdöl und Erdgas. Deshalb dient Kalkstein als Indikator bei der Prospektion von Lagerstätten.

Kalksteine geringerer Qualität, die normalerweise als Abfallprodukte betrachtet wurden, werden in den letzten Jahren verstärkt zur Herstellung von Steinpapier eingesetzt.

Der Rohstoff Kalk ist allgegenwärtig und aus unserem Leben nicht mehr wegzudenken.