Qualitätsbeschreibung Kalkanstriche

Kalkanstriche sind auf Luftkalkputzen eine sehr gute Lösung. Sie lassen Wasserdampf ungehindert passieren, halten den Altputz gesund und neuer Kalkmörtel kann gut versteinern (carbonatisieren). Sie gehen eine homogene Verbindung mit dem Untergrund ein, carbonatisieren und werden dadurch wasserunlöslich.

Im häufig vorgebrachten Argument über eine geringe chemische Beständigkeit, liegt eigentlich der große Vorteil von Kalkanstrichen darin, dass sie die Säurebelastung im Niederschlag schon an der Oberfläche neutralisieren und so die zerstörende Wirkung von Putz- und Mauerwerk fernhalten.

Fachleute sprechen daher von einer so genannten "Opferschicht". Kalkanstriche bauen aus diesem Grund gegenüber Dispersions- oder Silikatanstrichen schneller ab, bringen aber auch nach mehrmaligen Anstrichen keine Oberflächenspannungen und Versiegelungen. 

Kalkanstriche laden sich statisch nicht auf und dadurch bleibt die Oberfläche wesentlich länger sauber.

 

Im Gegensatz zu filmbildenden Farben wie Dispersions-, Leim-, Acryl- oder Dispersionssilikatfarben, bleibt der niedere Sd-Wert der Dampfdiffusionsoffenheit (Atmungsaktivität) bei Kalkanstrichen erhalten. Das wolkige Erscheinungsbild, speziell bei hohen Pigmentanteilen, ist typisch für Kalkfassaden und sollte vor der Verarbeitung besprochen werden. 

Für einen hochwertigen Kalkanstrich sollten mehrere dünne Schichten aufgetragen werden - er ist daher etwas arbeitsintensiver.