In stiller Trauer.

Schimmelpilzdiagnostik, Baubiologie, Geomikrobiologie

Schimmelpilze im Wohnraum oder am Denkmal sind leider mittlerweile ein ernstzunehmendes Problem, welches unserer Meinung nach genauer unter die LUPE genommen werden muss. Erst eine genaue Bestimmung und Untersuchung der Ursachen ermöglicht eine sachgerechte Behandlung und Sanierung.

Wir dürfen Ihnen daher heute Frau Dr. Katja Sterflinger, eine wahre  Expertin auf Ihrem Gebiet vorstellen: 

 

 

Kunst oder Biologie? Restaurierung oder Medizin? Das waren die Fragen, die Frau Dr. Katja Sterflinger nach ihrem Schulabschluss beschäftigte. Dass es ihr im Laufe ihrer über 20 Berufsjahre gelungen ist diese Disziplinen zu verbinden, ist also kein Zufall aber doch eine glückliche Fügung. Nach dem Studium der Biologie und Mikrobiologie durfte sie bereits während ihrer Doktorarbeit mit Pilzen arbeiten, die wertvolle antike Marmorstatuen zerstören. Im Jahr 2000 kam sie von Norddeutschland nach Wien an die Universität für Bodenkultur, wo sie bis heute die Fachgebiete Geomikrobiologie und Mykologie (Pilzkunde) in Forschung und Lehre vertretet. In Wien begann auch ihre Arbeit als Sachverständige auf dem Gebiet der Baudenkmalpflege, Sanierung und Museumshygiene. Weiters arbeitet Frau Dr. Sterflinger als Gutachterin für das Bundesamt für Kultur der Schweiz und das Bundesdenkmalamt Österreich und ist Lehrbeauftragte an der Akademie der bildenden Künste in Wien (Restaurierung), an der Hochschule für Angewandte Kunst Wien (Restaurierung) und an der Donauuniversität Krems (Sanierung und Revitalisierung).   

 

Ihre große Leidenschaft ist die Arbeit an historischen Objekten, Altbauten und Sanierungsfällen. Insbesondere hier sind die gängigen Richtlinien, Normen und Leitfäden zur Sanierung von Schimmelpilz- oder Hausschwammschäden oft nicht umsetzbar oder sinnvoll. Meist braucht es einfache, praxisnahe Lösungen, die die Bedürfnisse des Objektes und der Bewohner und Nutzerinnen berücksichtigen. Frau Dr. Sterflinger ist es ein besonderes Anliegen auf Basis ihrer langjährigen Berufserfahrung, des aktuellen Standes der Wissenschaft sowie mit Sach- und Hausverstand individuelle Lösungen zur Beseitigung, Sanierung und Vorbeugung von mikrobiologischen Schäden an Objekten zu entwickeln.

 

Weitere Informationen sowie das gesamte Leistungsangebot finden Sie unter www.sterflinger.at

 

 

 

Traditioneller Sumpfkalk modern verarbeitet!

Neuer Glanz im alten Palais Christalnigg mit Sumpfkalk von Dullinger.

In mühevoller Kleinarbeit wird Schicht für Schicht für die Restauration abgetragen.

Kostbare Stuckdecken zeichnen das Klagenfurter Palais aus. Spittaler Restaurator Leopold Steiner saniert 600 Quadratmeter Decke.

 

 Das Palais Christalnigg in Klagenfurt mag vielen nicht geläufig sein. Dabei verbirgt sich hinter den Mauern des denkmalgeschützten Gebäudes aus dem 16. Jahrhundert mit der Adresse Herrengasse 14 ein besonderer Schatz. Dafür muss man den Blick nach oben richten. „Es sind bestimmt die schönsten Stuckdecken Kärntens“, sagt Andreas Huber von der BKS Immobilien-Service Gesellschaft, der das Gebäude gehört.

 

Bis Jahresende wird Leopold Steiner die Arbeiten im Palais abgeschlossen haben.

Seit September 2014 werden die Decken vom Spittaler Baumeister Leopold Steiner und seinem Team aufwendig restauriert. In Summe handelt es sich um 600 Quadratmeter Decke, bei der Schicht für Schicht Anstriche wie Dispersion, die dem Stuck schaden, abgetragen werden, um den Urzustand wieder herzustellen. „Zum Teil tragen wir die Schichten mechanisch mit winzigen Hämmern und Skalpellen ab. In manchen Bereichen müssen die Schichten aber auch chemisch zum Beispiel mit einem Wasseralkoholgemisch gelöst werden“, erläutert Steiner.

 

Viereinhalb Monate wurde an dieser Decke gearbeitet.Danach wird die bestehende Substanz erhalten und fehlendes ersetzt. Wie eindrucksvoll das Ergebnis aussehen kann, zeigt sich bereits in den Räumen des Notariats Stein, wo der Restaurator bei laufendem Betrieb gearbeitet hat. Verwendet werden ausschließlich Materialen wie einst also Kalkmörtel und Kalk. Die besondere blau-graue Farbe erzielt man mit Holzkohle-Pigment.

 

Viereinhalb Monate wurde an dieser Decke gearbeitet.Manche der Stuckdecken werden Kilian Pittner zugeschrieben. Sie sollen um 1740 entstanden sein. Genau hier tut sich jedoch ein Widerspruch auf. Denn Pittner starb bereits 1732. Deshalb geht Steiner davon aus, dass vielleicht dessen Sohn die Gestaltung übernommen hat. Aktuell wird in den ehemaligen Räumen der Tanzschule Eichler gearbeitet.

 

Allein in einem Raum, wo 40 Prozent des Stucks fehlte, waren die Experten zu fünft rund viereinhalb Monate am Werk. Bis Jahresende sollen die Arbeiten abgeschlossen sein. Dann kann die BKS Immobilien Gesellschaft die Räume auch wieder vermieten. Einige 100.000 Euro kostet die Restaurierung, die in Absprache mit dem Bundesdenkmalamt erfolgt. Es sei eine Investition in die Nachhaltigkeit, wie Huber betont. Den genauen Betrag will er nicht nennen. Nur so viel: Förderungen wurde nicht beantragt.

 

VIDEO: Berufe in der Konservierung und Restaurierung (Bau-)Denkmalpflege.

 

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Franziska Grübl

(beschäftigt bei Malerei Michael Gühl) hat ihre 
Gesellenprüfung erfolgreich bestanden!

Franziska GrüblWir gratulieren Franziska Grübl ganz herzlich zur bestandenen Gesellenprüfung und freuen uns auf viele weitere spannende Projekte mit ihr und ihrem Chef, Malermeister Michael Gühl, 5724 Stuhlfelden.

Schulung der Meisterklasse Maler in Innsbruck 02/2016

Meisterklasse Maler 2016Zwei unvergessliche Tage in Innsbruck durften wir (Malermeister Michael Gühl und Katrin Dullinger) - Dank dem Innungsmeister Herrn Rainer Höck - unter dem Motto „Sumpfkalk der alt erprobte moderne Anstrichstoff“ mit der Meisterklasse der Maler in Innsbruck verbringen.

 

Neben einen umfassenden Theorieteil über die Ursprünge von Sumpfkalk –dessen Herstellung – Untergrundbestimmungen – baubiologische Beratung bei Kunden – Schimmelbefall in Wohnräumen und alles zum Thema Tipps und Tricks bei der Verarbeitung, wurden in den Werkstätten historische Techniken geübt. Malermeister Michael Gühl brachte seine Erfahrungswerte auf den Baustellen, sowie umfangreiches Know How bei der Kundenberatung als auch bei der Herstellung der Musterplatten mit und konnte mit viel Humor uns trotz langem Theorieteil immer wieder zum Lachen bringen. Neben einer klassischen Sumpfkalkglätte nach historischem Aufbau, wurde auch die traditionelle Sgraffito Technik sowie das traditionelle Einfärben geübt.

 

Das Resultat waren unglaublich schöne Musterplatten, welche durch die unterschiedlichen Handschriften bestechen.

 

Besonders zu betonen ist der Einsatz der Lehrer Rainer Höck und Andreas Peisenhammer, welche viel Wert auf Schulungen im traditionellen Handwerk mit Sumpfkalk legen und ohne die dieser Kurs wohl nicht zustande gekommen wäre.

 

Meisterklasse Maler 2016Meisterklasse Maler 2016

In einer Woche werden die Schüler weitere Musterplatten in der traditionellen „Fresco Technik“ auf reinem Sumpfkalkputz lernen und wir dürfen gespannt auf die tollen Ergebnisse sein!

 

Herzlichen Dank an die beeindruckende Meisterklasse 2016 und die schöne Zeit.

Katrin Dullinger

 

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Das war die Monumento 2016

Wie wichtig die enge Zusammenarbeit und der Austausch zwischen Planern, Denkmalämter, Handwerker und Herstellern ist, bewies heuer die Monumento Salzburg.

Wir blicken zurück auf eine Vielzahl spannender und konstruktiver Gespräche und durften uns über sehr viele wissbegierige Besucher freuen.

 

Monumento 2016

 

Besonders groß war das Interesse an unserem Netzwerk mit Handwerkern, welches wir erstmals mit einem jungen sehr engagierten Malermeister aus Stuhlfelden auf einer Messe umsetzen.

 

Als Hersteller ist es heute mehr denn je wichtig, die Ideen und die Diskussion über Produkte und Anwendungstechnik mit den Menschen zu erleben, welche tagtäglich damit arbeiten. Das schafft Synergien von denen jeder profitieren kann.

 

Malermeister Michael Gühl unterstützte nicht nur durch sein breites Fachwissen und seine Kompetenz im Bereich der Verarbeitung von Sumpfkalk, sondern konnte auch sein Netzwerk mit anderen Malermeistern, Restauratoren und Handwerkern erweitern und neue Ideen durch diesen Austausch entwickeln. Besonders stolz dürfen wir berichten, dass es regen Zuwachs in der „Sumpfkalk-Fan – Gemeinde“ gab und unser Verarbeiternetzwerk um einige Profis erweitert wurde.

 

Auch unsere neu entwickelte Sumpfkalkschlämme wurde erstmals präsentiert und fand gleich reges Interesse bei den Besuchern. Wer kann es ihnen verübeln, ist Sumpfkalk doch seit Jahrhunderten ein Baustoff, der uns Menschen begleitet und durch seine Eigenschaften gesund hält und der in seiner Nachhaltigkeit einzigartig ist! 

 

Wir sind immer noch überwältigt von den interessanten Menschen, dem unfassbar großen Andrang, den zahlreichen spannenden Gesprächen und den lustigen Augenblicken und bedanken uns von ganzem Herzen bei Ihnen allen!