Kalk

Sumpfkalk als Bindemittel wird schon seit alters her als Baumaterial verwendet. Bereits aus dem dritten Jahrtausend vor Christus sind Kalköfen zur Herstellung von Brandkalk bekannt. Schon die Römer wussten um die Vorteile von Kalk in Verbindung mit „Puzzuolane“ zur Fertigung der Aquädukte.

 

Alle noch erhaltenen Bilder der großen Meister sind in Freskomalerei gefertigt, eine Maltechnik ganz auf Kalkbasis. Unsere gesamten Bauwerke wären ohne Kalk nicht möglich und wurden mit Kalk gestaltet.

 

Sumpfkalk ein historisches Material mit modernen Eigenschaften:

Sumpfkalkmörtel besitzt eine niedrige Druckfestigkeit welche den Vorteil bringt, Spannungen in der Putzschale durch Schwinden, oder durch hygrische und thermische Belastungen entstehen, durch sogenannte Relaxation gut abbauen zu können. Man spricht von einer spannungsarmen Verfestigung.

 

Die dritte Haut des Menschen darf ihn nicht beeinträchtigen! Kalkputze gewährleisten ein angenehmes Wohnklima das nicht krank macht. Die Rezeptierung und die verwendeten Zutaten spielen dabei eine große Rolle. Chemische oder sensorisch bedeutsame Emissionen sind beim Sumpfkalkputz praktisch auszuschließen! Mit Sumpfkalk lässt sich ein fettiger, dicker, gut formbarer und leicht zu verarbeitender Mörtel herstellen. Der Verarbeiter neigt dazu, häufig Zement zu verwenden, obwohl in den meisten Fällen der Gebrauch von Sumpfkalk vorteilhafter wäre oder wenigstens eine Mischung aus einer geringen Menge Zement und Sumpfkalk.

 

Der Rohstoff Kalk ist allgegenwärtig und aus unserem Leben nicht mehr wegzudenken.